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Kulturanalyse

Es ist unmöglich, in einem Unternehmen Veränderungen zu bewirken, ohne zuerst dessen Kultur verstanden zu haben.“
Gary Hamel (Ökonom und Unternehmensberater)

Der Organisationspsychologe Edgar Schein weckte Anfang der 80er Jahre das Bewusstsein für Unternehmenskultur in Organisationen. Heutzutage gibt es kaum noch einen Manager, der die hohe Bedeutung der Unternehmenskultur für den Unternehmenserfolg abstreitet. Wenn die Unternehmensstrategie den Verstand eines Unternehmens repräsentiert, ist die Unternehmenskultur das Herz der Organisation. Sie entscheidet darüber, ob es einen Nährboden im Unternehmen gibt, der strategiekonform ist und Erfolg begünstigt. Sie bestimmt auch, ob Spitzenleistungen und echte Innovationskraft entstehen können, oder ob ein Gefühl der Schwerfälligkeit vorherrscht, auch wenn das Unternehmen eigentlich gut aufgestellt ist.

Obwohl es ein klares Bekenntnis zur Unternehmenskultur gibt, wissen viele Unternehmen nicht, wie sie diese konkret gestalten und beeinflussen können. Grund dafür ist, dass Kultur schwer zu fassen ist, Kultur ist nichts Greifbares. Sie ist ein „butterweiches Thema“, das sich nur mit Mühe in Zahlen, Daten und Fakten ausdrücken lässt.

Unsere besondere Methodik der Goldpark Kulturentwicklung macht im ersten diagnostischen Schritt Unternehmenskultur sichtbar, messbar sowie nachvollziehbar und schafft die Grundlage für die Erarbeitung einer gemeinsamen Zielkultur und deren Verankerung im Unternehmen. Dafür nutzen wir zwei unterschiedliche Arten der Kulturanalyse:
 

Organisationsdiagnose

Qualitatives Pendant zum Kulturcheck. Die Organisationsdiagnose ist ein qualitatives Interviewverfahren, das sich durch seinen narrativen Charakter auszeichnet und darauf abzielt, durch eine offene Gesprächssituation den Gesprächspartner zum Erzählen zu bewegen.

Durchgeführt von unseren Interview-Experten liefert die Organisationsdiagnose wertvolle Erkenntnisse, nach welchen Werten und Regeln Menschen in einer Organisation handeln und was sie dazu veranlasst, in einer bestimmten Weise zu agieren. Die Diagnose wird in Gruppeninterviews durchgeführt, um verbale und nonverbale Signale verarbeiten zu können. Nach Durchführung der Interviews analysieren unsere Experten die Ergebnisse, suchen nach Mustern und nach der Verhaltenslogik. Daraus entstehen Hypothesen zur vorherrschenden Kultur, die in der Rückspiegelung an den Auftraggeber validiert und als Grundlage für die Entwicklung einer Zielkultur verwendet wird.
 

Beispiel Organisationsdiagnose

Eine typische Organisationsdiagnose besteht aus drei Phasen:

  1. Interviews: grundsätzliche Offenheit, Interviewer lassen Gesprächspartner erzählen, beachten Interaktionen unter den Interviewten sowie deren Mimik und Gestik.
  2. Diagnose: jeder Berater sichtet die Ergebnisse zunächst für sich, Staff-Meeting mit allen beteiligten Beratern, Identifikation von Grundmustern sowie Sinnbrüchen (Irritationen), reflexives Erstellen von Hypothesen.
  3. Rückspiegelung: Offene Rückspiegelung an Kunden, Klartext, nichts wird verschwiegen, überprüfen der Hypothesen anhand der Reaktionen in der Rückspiegelung. Spagat meistern zwischen Wahrheit, Anschlussfähigkeit und Akzeptanz der Ergebnisse.

 

Kulturcheck

Quantitatives Pendant zur Organisationsdiagnose. Der Kulturcheck ist eine Onlinebefragung mit etwa 100 Gegensatzpaaren. Die Gegensatzpaare stehen für Werteausprägungen (z.B. „Was trifft am besten auf Ihr Arbeitsumfeld zu: „Bei uns tut man nur, was gesagt wird“ oder „bei uns handelt, man eigenverantwortlich“). Jede Frage wird für unterschiedliche Zeitperspektiven gestellt (die Gegenwart, die Vergangenheit, die ideale Zukunft und die wahrscheinliche Zukunft, = Repertory-Grid-Verfahren).
 

Beispiel Kulturcheck

Ein typischer Kulturcheck erlaubt Einblicke in folgende Fragen:

  1. Gibt es derzeit ein Wertegerüst im Unternehmen, das mehrheitlich getragen wird, wenn ja, aus welchen Werten besteht dieses Gerüst?
  2. Hat sich das Wertegerüst im Vergleich zu früher verändert? Wenn ja, an welchen Stellen?
  3. Welche Unternehmenswerte sind mehrheitlich aus Sicht der Mitarbeiter und Führungskräfte für die Zukunft erstrebenswert?
  4. Wie viel Vertrauen gibt es bei Mitarbeitern und Führungskräften, dass sich das Unternehmen in eine positive Richtung entwickeln wird?
  5. Wie günstig oder ungünstig sind die Ergebnisse des Kulturchecks für die Unternehmensstrategie?

Goldpark gehört zu den Spezialisten auf dem Gebiet der Kulturanalyse. Wir verwenden wissenschaftlich fundierte Methoden, setzen auf aktivierende Analysen, reflektierte Hypothesen und punktgenaue Mustererkennung. Wir berücksichtigen soziale Dynamiken und reduzieren Reibungsverluste im Unternehmen durch die Implementierung akzeptierter, einheitlich gelebter Werte. Wir sorgen für Klarheit und Orientierung bei Mitarbeitern und Führungskräften und unterstützen diese bei der Übertragung der Unternehmenswerte in den Arbeitsalltag.
 

Beispiel Kulturanalyse

Eine typische Kulturanalyse zielt darauf ab, folgende Kernfragen zu beantworten:

  • Wo liegen Treiber im Unternehmen, die den Erfolg begünstigen?
  • Wo liegen Blockaden im Unternehmen, die Erfolg behindern?
  • Welche Werte sind aus Mitarbeiterperspektive für das Unternehmen notwendig?
  • Welche Werte sind aus der Strategieperspektive notwendig?
  • Welche Zielkultur braucht das Unternehmen? Was muss passieren, damit die angestrebte Kultur im Unternehmen wirksam wird?
  • Welche Auswirkung auf Führungsleitlinien, Mitarbeitergespräche, Kompetenzen und Anforderungsprofile, Einstellungskriterien und Beförderungskriterien gibt es?
  • Welche Anforderungen an Kommunikation und Vertrieb entstehen durch die Zielkultur und wie wird der Erfolg gemessen?
  • Welche Maßnahmen im Unternehmen sind erforderlich, um für Nachhaltigkeit zu sorgen? Wie sieht ein geeigneter Prozess aus, um gewünschte Veränderungen Schritt für Schritt in die Wege zu leiten?
  • Wie kann Unternehmenskultur in die Unternehmenssteuerung integriert und Erfolg gemessen werden?

 

Ausgewählte Projektbeispiele

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Organisationsdiagnose – Ursachenforschung für „angezogene Handbremse“

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Der Toyota Effekt

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