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Konfliktmanagement und Mediation

Schiffe liegen am ruhigsten im Hafen – aber dafür sind sie nicht gebaut.“
Dag Hammarskjöld (eh. Schwedischer Staatssekretär)

Im Durchschnitt gehen deutschen Unternehmen rund zehn Prozent der Arbeitszeit verloren, weil Mitarbeiter in unternehmensinterne Konflikte verwickelt sind (Konfliktkostenstudie 2014). Das ist ein halber Tag pro Woche. Der Grund: schlecht oder gar unbearbeitete Konflikte. Diese Kosten tauchen nur indirekt in den Bilanzen auf. Denn unbearbeitete Konflikte lähmen unter anderem Arbeitsprozesse, behindern den Vertrauensaufbau oder lassen Transformationsprozesse scheitern.

Konfliktlösungsstrategien wie beispielsweise „Mit der Zeit ruckelt sich das wieder zurecht“ oder „der Klügere gibt nach“ lassen Konflikte nur von der Oberfläche verschwinden. Dafür richten sie unter der Oberfläche Schäden und Verletzungen an, die dort nicht bearbeitbar sind. Im schlimmsten Fall kann das zu einer erstarrten Organisationskultur führen. Kaum einer beziehungsweise etwas bewegt sich noch. In Zeiten der Digitalisierung entspringt daraus mehr denn je ein fatales Unternehmensrisiko.

Konfliktmanagement bedeutet zunächst zu entscheiden, welches Verfahren für die Bearbeitung des Konfliktes am wirksamsten ist. Das kann von der Moderation einer Verhandlung mit mediativen Techniken über eine klassische Mediation selbst, über ein Schlichtungs- oder Schiedsverfahren bis hin zu einem klassischen Gerichtsprozess reichen. Doch auch wenn eine Partei die Konfliktbearbeitung ablehnt, kann beispielsweise ein Konfliktcoaching der lösungsbereiten Konfliktpartei helfen, mit einem zurzeit nicht lösbaren Konflikt umzugehen und arbeitsfähig zu bleiben.

Dieser erste, zentrale Schritt, das beste Verfahren für den spezifischen Konflikt zu finden, wird häufig missachtet. In der Regel wird bei Konflikten schnell nach Mediation gerufen. Mediation wird zum Synonym einer allgemeinen Konfliktbearbeitung.
Dabei ist Mediation ein spezielles, interessenfokussiertes Entscheidungsverfahren für Konflikte in einem bestimmten Stadium. Wird Mediation als Allheilmittel für jede Form der Konfliktbearbeitung eingesetzt, werden unterschiedlichste Konflikte über einen Kamm geschert und selten erfolgreich geklärt.

So kann es durchaus sein, dass nach einem Erstgespräch deutlich wird, dass ein Schiedsverfahren günstiger und zielführender ist. Oder aber wir erarbeiten mit Ihnen gemeinsam ein Qualifizierungsprogramm für Führungskräfte in grundlegenden Fähigkeiten der Mediation, um präventiv aufkommende Konflikte in einem frühen Eskalationsstadium unter Wahrung von divergierenden Interessen professionell zu verhandeln.
 

 

Wir unterstützen Sie als Spezialist für das Thema Konflikte auf vielfältige Weise:

  • Als Mustererkenner bei der Konfliktdiagnose, um mit Ihnen gemeinsam das für Sie passende Konfliktbearbeitungsverfahren zu bestimmen
  • Als Klartextredner und Moderatoren, weil es gerade in Konflikten auf Klarheit ankommt und der Finger auch mal wertschätzend in die Wunde gelegt werden muss
  • Als Dynamiksteuerer und Mediatoren, um durch eine vertrauliche, interessensgeleitete, selbstverantwortliche Begleitung aller Parteien eine Entscheidung im Konflikt zu erzielen
  • Als Coaches im Umgang mit einem nicht verhandlungsbereiten Konfliktpartner
  • Als Ausbilder und Trainer, weil Konflikte immer auch etwas mit der eigenen Person zu tun haben und z.B. Führungskräfte sich in ihrer Konfliktkompetenz entwickeln wollen

 

Ausgewählte Projektbeispiele

Führungskrise bei einer Werksfeuerwehr

Wechsel im Führungskreis